
Was Felsberg politisch bewegt:
Der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen in Felsberg setzt sich aktiv für eine umweltfreundliche und soziale Politik ein. Unsere Anträge und Initiativen im Stadtparlament zielen darauf ab, nachhaltige Lösungen für lokale Herausforderungen zu finden. Ob es um den Ausbau erneuerbarer Energien, die Förderung des öffentlichen Nahverkehrs oder um die Verbesserung der Lebensqualität in unserer Stadt geht – wir sind die Stimme für eine verantwortungsvolle und zukunftsorientierte Politik. Bleiben Sie mit uns in Kontakt und erfahren Sie mehr über unsere aktuellen Projekte und politischen Initiativen!
Wie war das eigentlich ...
... mit dem gemeinsamen Ordnungsamt ?
Vor über 10 Jahren, 2013/14 hat das Stadtparlament mit Mehrheit beschlossen, die Aufgaben des Ordnungsamts der Stadt Felsberg im Rahmen einer „interkommunalen Zusammenarbeit“ an die Stadt Melsungen zu übertragen.
Mit dabei waren damals auch die Stadt Spangenberg und die Gemeinden Morschen und Malsfeld.
Die Grünen Felsberg haben damals als einzige Fraktion Bedenken geäußert und gegen die Verlagerung des Ordnungsamtes gestimmt – aus guten Gründen
Die Kosten des Ordnungsamtes werden nach den Einwohnerzahlen der beteiligten Gemeinden umgelegt.
Was sich zunächst gut und effizient anhört, hatte für Felsberg von Beginn an einige Haken:
Dadurch, dass Felsberg kein eigenes Personal in das gemeinsame Ordnungsamt nach Melsungen abgeben hat und auch keine Stellen im eigenen Haushalt abgebaut hat, nachdem die Aufgabe verlagert worden war, ist von Beginn an keine Ersparnis eingetreten. Im Gegenteil. Zusätzliche Kosten von jährlich 40.000-80.000 €, gut versteckt im städtischen Haushalt von Felsberg.
Gleichzeitig war mit der Aufgabenhoheit auch jeder Einfluss verloren, wie das Ordnungsamt in Felsberg aktiv wird. Mancher erinnert sich noch an die Bußgeldandrohungen bei der willkürlichen „Durchsetzung“ der Straßenreinigungssatzung oder die Parkkontrollen in den Wohngebieten in der Anfangszeit. Weniger aktionistisch war das Ordnungsamt dagegen, wenn es um die Durchsetzung eines Lkw-Fahrverbotes z.B. in der Felsberger Altstadt ging. Die Aufstellung der notwendigen Verkehrsschilder nach Inbetriebnahme der Umgehungsstraße ließ über ein Jahr auf sich warten.
Die Kosten und die Qualität des gemeinsamen Ordnungsamtes haben die Gemeinde Morschen und die Stadt Spangenberg zum Ausstieg aus dieser Kooperation gebracht.
Das bedeutete für Felsberg einen deutlich höheren Finanzierungsanteil von nun 140.000 € jährlich. Die Grünen haben mit der ULF-Fraktion deshalb die Kündigung der Mitgliedschaft im gemeinsamen Ordnungsamt beantragt. SPD, CDU und FDP haben dem nicht zugestimmt und so bleibt alles beim Alten und damit gleichzeitig unverhältnismäßig teuer.

Wie war das eigentlich ...
... mit dem Kita-Neubau in Felsberg ?
Im August 2025 wurde der Kita-Neubau auf dem alten Bolzplatz an der Gesamtschule in Felsberg eingeweiht. Der Bedarf an Betreuungsplätzen ist damit in einer modernen Einrichtung gedeckt. Übergangslösungen und Provisorien haben ein Ende gefunden.
Zuvor hatte es einige kontroverse Debatten im Felsberger Parlament gegeben. Im Mittelpunkt standen dabei Fragen des Standortes im Hochwassergebiet und die Kosten des Bauwerks.
Am Ende hat Felsberg rd. 6,5 Mio. € für den Neubau aufgewende. Das ist ziemlich genau doppelt soviel, wei Melsungen für den vergleichbar großen Kita-Neubau an der Fulda ausgegeben hat ( 3,2 Mio. €, Fertigstellung 2021).
Die Gründe für die enormen Mehrkosten in Felsberg liegen in den grundlegenden, politischen Weichenstellungen vor 2020 (also in einer Zeit, in der die SPD mit absoluter Mehrheit in Felsberg das Sagen hatte).
Da ist zunächst die Standortwahl im Hochwassergebiet, die zu Mehrkosten geführt hat und dann die Entscheidung, einen Architektenwettbewerb zu veranstalten, statt einfach einen Kindergarten zu planen, wie andere Gemeinden.
Der Architektenwettbewerb hat zu einem exotischen Bauwerk und zeitlichen Verzögerungen geführt. Das hat die Stadt den Zugriff auf Fördertöpfe gekostet, die unseren Nachbarkommunen zugute kamen. Die zwischenzeitlichen Baupreissteigerungen haben das Projekt weiter verteuert.
Im LAufe der Umsetzung des Bauvorhabens wurde durch den Einsatz eines Projektsteuerers (zusätzlich zum Architekten) ine Kostenkontrolle gewährleistet. Alerdings wurden auch einige wesentliche, qualitative Anforderungen reduziert. Statt baulichem, dauerhaften Hochwasserschutz hat man ein mobiles Hochwasserschutzsystem für rd. 90.000 € angeschafft, das nur eine begrenzte Lebensdauer hat, geeignete Lagerflächen erfordert und im Hochwasserfall Einsatzkräfte der Feuerwehr bindet. Die Ersparnis von rd. 400.000 € ist daher kaum dauerhaft wirtschaftlicher.
Die Fassade wurde in einfachen Holzplatten ausgeführt. Zwar lassen die sich austauschen, marktübliche Fassadensysteme sind jedoch deutlich langlebiger.
Und im Innenhof, der das ästhetische Entscheidungskriterium im Architektenwettbewerb war, findet sich Kunstrasen und Asphalt, statt reine Natur.
Die Kinderbetreuungssituation wurde verbessert und es ist eine schöne Kita entstanden.
Die unangemessen hohen Investitionskosten bleichen aber ein Wehmutstropfen, der die Stadt durch Zins, Tilgung und Abschreibungen noch Jahrzehnte belastet.
Daran zeigt sich, dass intensive, sachliche Debatten vor städtischen Investitionsentscheidungen kein Gezänk sind, sondern lanfristig Sinn ergeben.
Übrigens: Fördermittel hat Felsberg für den Neubau mit Ausnahme eines kleinen Betrages aus dem Kreisausgleichsstock nicht erhalten. Für Energieeffizienzzuschüsse wurden dagegen 450.000 € zusätzlich verbaut.
Es lohne sich, dieses komplexe Bau- und Investitionsprojekt der Stadt nüchtern und gründlich unter die Lupe zu nehmen. Man kann daraus vieles für zukünftige, politische Entscheidungen lernen.

Städtische Finanzen
Grüne für haushaltspolitische Konzepte und gegen massive Grundsteuererhöhung
Wir haben nachgefragt: In einer Sondersitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 20. Januar 2026.
Wie erklären sich die stark steigenden Stellenzahlen und Personalkosten seit 2021?


Mehrheit aus SPD, CDU und FDP für Konzeptlosigkeit
(Stavo November 2025)Unverständlich: 1,2 Mio. € für Container-Kita ausgegeben und nach dreijähriger Nutzung steht sie leer, ohne dass die Verwaltung ein Folgenutzungs-Konzept hat! Zur Erstellung eines Konzeptes bis zum Jahresende ist laut Bürgermeister keiner der 44 Mitarbeitenden im Rathaus in der Lage!
Der HNA-Kommentar verkennt, was Aufgabe des politischen Ehrenamtes und was Aufgabe der hauptamtlichen Verwaltung ist. Debatten in den politischen Gremien der Stadt entstehen leider immer wieder durch schlechte Entscheidungsvorbereitungen und defizitäres Handeln der Stadtverwaltung.

Freiflächenphotovoltaik
Grüne und ULF setzen gemeinsam Kriterienkatalog für große PV-Anlagen auf landwirtschaftlichen Flächen in Felsberg durch.
Rossmann - Ansiedlung zum Glück im Zentrum
Rossmann wollte sich zunächst zusammen mit einem weiteren Lebensmitteldiscounter am Ortsausgang von Gensungen Richtung Rhünda ansiedeln. Diese Planung haben wir kritisiert und dafür massive Kritik von CDU, SPD und FDP abbekommen. Hier unsere Argumentation aus 2023.
Umso erfreuter haben wir die Neuorientierung von Rossmann vernommen und begrüßen jetzt die Ansiedlung im ehem. ALDI-Markt in Felsberg.

Alltagstaugliche Radwege
Grüne fordern sichere und alltagstaugliche Radwege. Aktuelle Projekte: Gensungen-Melsungen, Neuenbrunslar-Böddiger, Niedervorschütz.
Wir setzen uns für eine Verbesserung des Radwegenetzes, insbesondere auf der Grundlage des städtischen Radverkehrskonzeptes ein.
Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.
(Weißsagung der Cree)
Die Grünen Felsberg treten für eine nachvollziehbare Abwägung von privaten Interessen bzw. Investoren-Interessen mit dem städtischen Gemeinwohl ein.
Rücksichtnahme und Interessenausgleich ist für uns ein wesentliches Kriterium für ein funktionierendes Zusammenleben.
